Willkommen in Strahwalde

Die Kirche

Die Kirche zu Strahwalde wird in einer Matrikel des Bischofs von Meissen vom Jahre 1346 erwähnt, worin gesagt ist, dass der bei ihr angestellte geistliche dem Erzpriester zu Löbau untergeben sei.

Die älteste Kirche stand ungefähr an der Stelle, wo die alte Löbauer Landstrasse auf den sogenannten Dreiäckern die Chaussee schneidet und wurde höchstwahrscheinlich im Hussitenkrieg weggebrannt. Die darauf neu gebaute Kirche stand auf der selben Stelle, wo sich die jetzige befindet, zu der man nach Abbruch des alten baufälligen Gotteshauses am 17. Mai 1695 den Grundstein legte.

Der Turm wurde im Jahre 1730 erbaut. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts besass die Kirche zu Strahwalde ein Gut in Kottmarsdorf, das, nach alten Nachrichten, sie 1614 von David v. Gersdorf erkaufte und wovon der jedesmalige Pfarrer in Strahwalde die Nutzniessung haben sollte. Die schwere Zeit des siebenjährigen Krieges und andere Verhältnisse machten es nötig, das Gütchen zu verkaufen. Das dafür gelöste Kapital aber legte man als unablösbar auf die beiden Rittergüter, von denen der Pfarrer die Zinsen dafür bezieht.

Noch ist zu erwähnen, dass zu Strahwalde vor langen Jahren ein Vorwerk stand, das in Urkunden unter dem Namen des rothen Vorwerks erscheint.

Noch befindet sich im Schloss zu Oberstrahwalde eine katholische Stiftskapelle für die in der Umgegend von Löbau, Herrnhut und Zittau zerstreutet wohnenden Katholiken. Als nämlich 1767 der kathl. Graf Xaver v. Hrzan und Harras Oberstrahwalde erkaufte, errichtete er wegen zu grosser wentfernung katholischer Gotteshäuser ein solches im eigenen Schlosse und erhielt von dem Bischof von Bautzen Wesky v. Bärenstamm für dasselbe einen Kaplan, der am 4. August 1768 hier die erste Messe las.

(Quelle: "Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen" - III.Section-Markgrafenthum Oberkausitz - von G.A. Poenicke um 1854-1861)

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